Die Welt zwischen Endlichkeit und Ewigkeit

Um noch einmal auf Michael Schmidt-Salomon zurückzukommen. Im besagten Interview war sein Hauptargument gegen Gott, dass es für diesen nach naturwissenschaftlicher Erkenntnis einfach kein Platz im Weltbild gibt. So ist die Welt ohne ihn geworden und wird auch wieder ohne ihn vergehen. Und auch den Menschen erwartet keine göttliche Zukunft, vielmehr sieht die Realität so aus, dass die Erde in spätestens 500 Millionen Jahren für alle höhere Lebewesen unbewohnbar sein wird. Die Welt zwischen Endlichkeit und Ewigkeit weiterlesen

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Die Realität Gottes wahrnehmen

Man stelle sich vor, die Gerüchte wären insofern wahr, als dass es Bielefeld zwar geben würde, aber alle Nicht-Bielefelder von dessen Existenz nichts wüssten und andersherum alle Bielefelder nichts von einer Welt außerhalb von Bielefeld wüssten. Die Realität Gottes wahrnehmen weiterlesen

Von der Endlichkeit zur Ewigkeit

Wie ist das eigentlich zu erklären, dass sich der Kreislauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod auf der einen Seite ziemlich abgeschlossen anfühlt, aber der Mensch laut christlicher Botschaft auf der anderen Seite für das ewige Leben bestimmt ist? Von der Endlichkeit zur Ewigkeit weiterlesen

Spricht die Größe des Universums gegen einen Gott?

Spätestens seitdem klar ist, dass wir weder der Mittelpunkt des Universums sind noch die Sterne am Himmel hängen, hat so manch einer diesen komischen Verdacht, das da oben, über dem Firmament, doch kein Gott wohnt, der auf uns aufpasst. Oder man könnte auch fragen, wenn es einen Gott gibt und der Mensch die Krone seiner Schöpfung ist, warum verliert sich der Mensch dann in einem riesigen Universum?

Erwähnt habe ich ja schon einmal das anthropische Prinzip, welches ungefähr besagt, dass Leben nur unter einer ganz bestimmten und sehr seltenen Konstellation möglich ist. Wäre das Universum also kleiner, dann wäre damit auch die Wahrscheinlichkeit geringer, das Leben entsteht.

Oder man geht wie C.S. Lewis von einem verschwenderischen Gott aus, der nicht nur ein ganzes Universum schafft, um Leben auf einem einzigen unscheinbaren Planeten am Rande des Universums entstehen zu lassen, sondern auch ein ganzes Volk erwählt, um göttliches Leben aus einer einzigen unscheinbaren Frau am Rande der Gesellschaft hervorzubringen.
Oder man könnte auch meinen, dass wir zwar nicht in der geographischen Mitte des Universum leben, aber dafür sehr wohl in dessen ontologischen Mitte, vielleicht genauso wie Berlin zwar nicht geographisch, aber dafür hinsichtlich seiner Bedeutung und Aufgabe in der Mitte Deutschlands liegt.

Und da ist man auch schon ganz nah an Blaise Pascal, der es ebenfalls für schwachsinnig hielt, von der Größe des Universum auf die Existenz oder Nichtexistenz Gottes zu schließen, da Gott sowieso eine Ebene drüber liegt und sich zum Universum verhält wie die Linie zum Punkt oder die Fläche zur Linie.

Wer ist Gott?

Ein ganz kleines bisschen irritiert es mich immer, wenn ich Leute reden höre: „Ja, wenn es Gott gibt, dann muss er sich mir schon zeigen, damit ich an ihn glauben kann.“ So von wegen, dass man erst an Gott glauben kann, wenn er hier in Raum und Zeit neben einem steht. Wie soll das aber bitteschön angehen, dass der Schöpfer von Raum und Zeit in Raum und Zeit hineinpasst? Denn das Problem dabei ist: Wenn Gott die Ursache allen Seins ist, dann muss ihm selbst noch mehr Sein zukommen. Entsprechend muss der Schöpfer größer sein als die Schöpfung. Dann aber kann er sich ebenso wenig in Raum und Zeit hineinzwängen wie der Eiffelturm Platz in meinem Zimmer findet. Wer ist Gott? weiterlesen

Gott ist Liebe oder wie ich mir die Welt erkläre

Wir sind es gewohnt, die Welt retrospektiv zu verstehen. D.h. wenn ich etwas über eine bestimmte Sache wissen will, dann begebe ich mich normalerweise erst einmal auf die Suche nach deren Ursache, die notwendigerweise (Zeitmaschinen ausgeschlossen) in der Vergangenheit liegt. Will ich nun die Welt als Ganzes verstehen, bin ich gezwungen, deren Kausalkette so lange zurückzuverfolgen, bis ich auf letzte Ursachen stoße. Die allerletzte Ursache ist nach Meinung findiger Philosophen Gott, denn nur Gott kann Dinge verursachen, ohne selbst verursacht zu sein. Dies ließe sich natürlich diskutieren, aber das ist an dieser Stelle nicht mein Anliegen. Gott ist Liebe oder wie ich mir die Welt erkläre weiterlesen

Warum bin ich und wenn ja, wozu?

Wenn einem Menschen Leid zustößt, gibt es mindestens zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Man kann Ursachenforschung betreiben und nach dem „Warum“ fragen. Warum also ist mir dieses oder jenes zugestoßen? Oder man kann nach dem „Wozu“ fragen und sich überlegen, welchen Zweck das Leid hat und ob es möglicherweise zu irgendetwas Gutem führt. Warum bin ich und wenn ja, wozu? weiterlesen