Krieg und Strafe im alten Testament

Wie ist das eigentlich zu erklären, dass ein liebender Gott, der das Beste für den Menschen will, im Alten Testament Kriege und Strafen anordnet? Eine hierfür eigentlich notwendige historisch-kritische Analyse einmal weggelassen, mache ich es mir an dieser Stelle ganz einfach und sage: Der Mensch ist ein Instrument Gottes, dazu geschaffen, seine Melodie zu spielen. Spricht die Bibel von dem (Sünden-)Fall des Menschen, dann heißt dies in meiner Sprache: Das Instrument ist verstimmt. Will Gott darauf aber trotzdem seine Melodie spielen, dann trifft er die richtigen Töne nur, wenn er falsch spielt.

Jemanden wegzusperren ist also zum Beispiel falsch. Hat dieser Jemand allerdings wen anders umgebracht, dann wird aus dem Falsch auf einmal ein Richtig, weil im Ergebnis durch Strafe und Gefängnis die durch den Mord entstellte Ordnung wieder (teilweise) hergestellt wird.

Weil es aber irgendwann auch nervt, ein Instrument ständig falsch spielen zu müssen und weil sich das Instrument auch nicht von selbst stimmt, kann es auf Dauer nur eine Lösung geben, und diesen Ausblick gewährt die Bibel von Beginn an: dass der Instrumentenbauer selbst tätig wird und den Schaden ein- für allemal repariert.

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